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Anselm

 

 

 

Anselm 

 

 

Wir schreiben das Jahr des Herren 1260. Ich, Anselm wurde in einer Kaufmanns Familie zu Dalenburch (Dahlenburg) geboren.

Meine Kindheit verbrachte ich in den Dörfern und Wäldern rund um meinen Geburtsort Dalenburch. Mit neun Jahren schickte mich mein Vater Heinricus von Dalenburch ins Benediktinerkloster St. Michaelis zu Luneburch (Lüneburg).

In der Zeit im Kloster erlernte ich das Schreiben und Lesen. Ich verbrachte viel Zeit in der großen klostereigenen Bibliothek. Am meisten begeisterten mich die alten Rittergeschichten, von meinem Vater habe ich schon als kleiner Junge viel über die ritterlichen Tugenden erfahren dürfen. Umso mehr ich von der großen weiten Welt aus den Büchern des Klosters erlesen habe, umso mehr vernahm ich das Gefühl der Unzufriedenheit des öden Klosterlebens.

Ich wollte mehr von der Welt sehen und Soldknecht werden, irgendwann vielleicht auch Ritter. So entschloss ich mich im Jahre 1279 dem Kloster zu entfliehen.

Ich schlich mich auf einen der im Hafen Luneburch liegenden Salz- Ewer und gelangte über die Ilmenau nach Lovenburg (Lauenburg). Während eines Halts im lovenburger Hafen schlich ich mich vom Ewer um die aus den Büchern erwähnte Stadt zu erkunden. Aus dem Grund, dass mir die Bootsfahrt auf den Magen schlug versuchte ich über Land weiter zu kommen.

Ich brauchte dringend ein paar Taler, sodass ich schließlich als Troßknecht nach Hamemborg (Hamburg) kam.

Von Hamemborg gelangte ich über den Ochsenweg ebenfalls als Troßknecht bis nach Neumünster. Kurz vor Novimoasti´ii (Neumünster) wurde unser Fuhrwerk überfallen. Durch Zufall konnte ich fliehen, verließ die Straße und versteckte mich in den Wäldern. Anschließend führte mich mein Weg zu Fuß über Feld und Flur nach Segeberg.

Von dort gelangte ich mehr durch Zufall auf den Hof von Johann den II. zu Kyle (Kiel). Meine Reise war gefährlich, geplagt von Hunger, Kälte, Nässe und lästigen Gesinde, die es nur auf mein wenig Hab und Gut abgesehen haben. Man nahm mich für das Erste auf. Nach einigen Wochen war ich wieder aufgepäppelt. Mein Körper war von der Reise geschunden und abgemagert.

Letztendlich blieb ich bei Hofe und in Johanns Dienste. Ich wurde Knappe und 1284 Kriegsknecht. Was die Waffen- und Kriegskunst angeht, muss ich noch viel erlernen. Doch irgendwann werde ich dieses auch noch beherrschen und den Ritterschlag empfangen dürfen.