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Herr Leonhard von Aspe

 

Leonhard von Aspe 


Name: Leonhard von Aspe

Herkunft: Holstein

Lebenslauf:

Herr Leonhard von Aspe zählt seit kurzem zu den erwählten Rittern des Grafen Johann II. zu Kiel, da er unlängst erst die Schwertleite erhalten hat.

Leonhard stammt aus einem kleinen Geschlecht einstmals sächsischer Krieger, die sich zur Zeit der Christianisierung in Stormarn ansiedelten. Schließlich war es Leonhards Vater Markwardt, der die wachsende Bedeutung der Schauenburger für Holstein erkannte. Als sein ältester Sohn das Pagenalter erreicht hatte, wurde er mit seinem Erben am gräflichen Hofe vorstellig. Leonhard wurde gestattet, seinen Pagendienst im Gefolge der Gemahlin Johanns II., Margarete von Dänemark, aufzunehmen. In den folgenden Jahren erlernte Leonhard so die ritterlichen Regeln, Tischsitten, sowie reiten, schwimmen und bogenschießen – teilweise auch von dänischen Edelleuten.

Als Leonhard sein vierzehntes Jahr erreicht hatte, entschied Graf Johann, ihn für die anschließende Knappenzeit einem ihm vertrauten, heimischen Ritter zu übergeben, dem Herrn Rudolf von Latendorf. Auf dem Gutshof derer von Latendorf wurden Leonhards Manieren geschliffen, seine Kampftechnik verbessert und seine Treffsicherheit vervollkommnet.Als sich Leonhards Ausbildung ihrem Ende zuneigte, ereignete sich ein folgenschwerer Zwischenfall:Sein Vater Markwardt starb unversehens bei einem Reitunfall, als sein Pferd während eines Gewitters scheute.

Da Leonhards Mutter bereits während seiner Jugend an einem auszehrenden Fieber gestorben war und auf dem heimischen Hof drei jüngere Schwestern zu versorgen waren, trat der Sippenrat zusammen, um die Erbsituation zu beraten. Glücklicherweise schätzte der Rat die bisherige Ausbildung durch den Ritter Rudolf von Latendorf hoch ein, sowie dessen Ankündigung des zu erwartenden Ritterschlags.Es erging Beschluß, Leonhard bis zum Eintritt in sein Erbe keinem weiteren Interimsvormund zu unterstellen.Um sich dieses Vertrauens als würdig zu erweisen wurde Leonhards Schwertleite jedoch an eine weitere Bedingung geknüpft: Ihm wurde zur Auflage gemacht, zum Tage seines Ritterschlag weitere Fürsprecher „in Summe der heiligen Zwölferzahl der Apostel entsprechend“ zu stellen. Diese Bürgen sollten mit ihren Namen für Leonhards Redlichkeit und Ritterlichkeit einstehen.

Seinem Namen treu, stellte sich Leonhard dieser Aufgabe mit Löwenmut. Bis zum Morgen seiner Schwertleite erwarb sich der tapfere Streiter, durch Erfüllung manch weiterer Herausforderung, das Vertrauen von deutlich mehr als den geforderten zwölf Zeugen.

Dank der guten Ausbildung am Latendorfschen Hof und der besonderen Umstände seiner Schwertleite erwählte schließlich Graf Johann II. zu Kiel Leonhard zu seinem 1. Ritter.