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Ach, was hatten wir uns auf Hohenwestedt gefreut, toller Markt, tolles Ambiente, es konnten alle Lagermitglieder teilnehmen und das Wetter klang auch vielversprechend. Dazu das ganze noch ein verlängertes WE lang...
Daher ging es für mich auch frohen Mutes Donnerstagnachmittag ans Autopacken und wie es nun mal so ist, musste ich feststellen, dass die Kapazitäten eines Golf 3 zwar schon ernorm, aber dennoch nicht unerschöpflich sind. Nach einigem Hin- und Herräumen gelang es mir dann doch, den Kofferraum zum Zuschnappen zu bewegen. Mit der Erkenntnis reicher, dass ich mir absolut keinen Mittelalter-Kram mehr kaufen kann, es sei denn, ich wechsele auf einen Kleintransporter, machte ich mich mit Bennet auf den Weg.
Als wir auf dem Veranstaltungsgelände ankamen, hatten Ritter Rudolf, Ritter Dankwart und Graf Johann schon drei Zelte und das Sonnensegel aufgebaut.
Sehr praktisch... also widmete ich mich der Inneneinrichtung unseres Zeltes. Bennet borgte sich kurzerhand eine Schüssel und ging Käfer suchen unter den großen Eichen und Buchen, unter denen wir lagerten.
Nachdem dann auch die Frage nach dem Standort für das Lagerfeuer geklärt war ( Männer können manchmal so kompliziert sein ! ), konnte ich auch das erste mal die neue Überdachung für die Kochstelle sehen. Ich muss schon sagen, Herr Graf, das ist wirklich gut geworden !
Einen kleinen Dämpfer bekam ich dann, als ich danach zum ersten mal unser Feuerholz in Augenschein nahm. Ich weiß, der Veranstalter stellt uns das Holz und ´nem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, aber was uns da angeboten wurde, war ohne Kettensäge teilweise nicht zerkleinerbar. Nun hatten wir das große Glück, dass wir sehr zeitig aufgebaut haben und so suchten wir uns aus dem Haufen die Stücke raus, die wir verwenden konnten.
Mir tun die Lager leid, die aus Gründen der Authentizität so wie wir auf die Kettensäge verzichten. ( O.K... in Wirklichkeit unterwandern die Frauen aus unserem Lager die Maschine deshalb, weil wir viel lieber schwitzende Männerkörper beim Holzhacken sehen wollen ! ..grins.. ).
Allerdings, lieber Veranstalter, ihr tut euch und uns keinen Gefallen ,wenn das Holz dermaßen nass und großstückig geliefert wird, denn mit schlechtem Holz kann man kein vernünftiges Feuer machen und müde Recken mit kaputtem Rücken nützen auch keinem.
Im Prinzip erfüllte die Veranstaltung meine Erwartungen, wenn ich auch am Samstag fast vor Wut geplatzt wäre, als ich erfolglos versuchte, ein Paar neue Schuhe zu erstehen. Ich war entweder anscheinen die Mühe nicht wert, oder der Schuster wollte gar nichts verkaufen, denn nachdem ich nach erfolglosen zwei Anproben nach anderen Schuhpaaren in meiner Größe fragte bekam ich nur zur Antwort: „Ich kenne meine Ware, wenn Dir diese nicht passen, dann passen dir die anderen auch nicht.“ Na, danke schön ! Und dabei hatte ich zu diesem Markt extra mehr Geld mitgenommen.. !
Am Sonntag dann bekam Bennet seinen großen Tag, denn er musste die Knappenprüfung ablegen. Da das Emschervolk leider nicht mit der Knappenschule in HoWe war, dachten wir uns kurzerhand selbst ein paar Aufgaben aus, unter anderem das Schwert aus den Strohballen ziehen ( Artus lässt grüßen ! ) und das Reiten auf den Ritterpferden, was unter auf dem Markt angeboten wurde. Anschließend wurde ihm feierlich durch den Grafen sein Wappen überreicht und er wurde zum ersten Knappen des Ritter Rudolf ernannt.
Alles in Allem war es ein schöner Markt, ich würde gerne wiederkommen und vielleicht, ja ganz vielleicht habe ich ja nächstes Jahr das Glück, in Hohenwestedt das Turnier zu sehen.. es sei denn, Ritter Dankwart ist schneller !!
*zwinker*

Eure

Ilsabe

 

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