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Der Graf hatte uns ja schon voller Inbrunst vorgeschwärmt, wie toll es doch in (oder sagt man auf ??) Herzberg ist. Und so waren denn dann auch meine Erwartungen an diese Veranstaltung entsprechend hoch. Nach mehrstündiger Fahrt bezogen wir erst mal unsere Miet-Gemächer in einer Pension ganz in der Nähe. Die gräflichen Gemächer waren schon hergerichtet, wir anderen mussten noch warten, bis die Zimmer freigegeben wurden. Daher dauerte es etwas, bis wir dann auch soweit gewandet waren, dass wir uns auf dem Weg zum Herzberg machen konnten ( Vielen Dank an dieser Stelle noch mal an das Ninnoc für ihre geschickten Hände, die mir die Prinzessin-Leia-Gedächtnis-Frisur verpassten ! )
Nach Ankunft am Fuße des Berges stiegen wir um in der Bus, der uns auf den Berg kutschierte. Dort mussten wir am Eingang entsetzt feststellen, dass die Eintrittspreise anscheinend erheblich gestiegen waren, aber was soll´s, man will ja auch nicht umsonst gekommen sein. Also wurde zähneknirschend der Wegzoll gezahlt und man ließ uns passieren.
Kaum war ich durch das Eingangstor getreten, befand ich mich mitten in einem riesigen Heerlager, so schien es mir. Dicht an dicht drängten sich die Zelte und die Abspannungen der einzelnen Heerlager. In fast jedem Lager wurden Waren feilgeboten und man wusste gar nicht so recht, wo man zuerst hinschauen wollte. Natürlich war ich jetzt erst recht gespannt darauf, was mich ganz oben an der Burg erwarten würde.
Auf dem Markt direkt war es für mich ein großes Vergnügen, das mittelalterliche Warenangebot neu zu entdecken. Es waren die verschiedensten Händler da, die mir alle sämtlich unbekannt waren und es somit einen Riesenspaß machte, die Auslagen anzusehen. Auch empfand ich es als sehr positiv, dass es nicht nur einen Händler pro Ware gab, sondern es waren z.B. drei Schneiderinnen da, die ihre Waren feilboten. Insgesamt kann ich sagen, dass ich nie zuvor einen so vielfältigen Markt erlebt habe, wie in Herzberg. Ich möchte auch erwähnen, dass ich auf dem Herzberg gleich zwei Herzenswünsche erfüllt bekam:
Beim Stöbern durch das Warenangebot entdeckte ich den Ring, den mir mein Ritter wenig später dann als Zeichen unserer Liebe an den Finger steckte. ( Ich liebe Dich auch, mein Schatz ! )
Außerdem hatte ich nach der Pleite in HoWe endlich das Glück, an einen fähigen Schuster zu geraten und nun kann ich dank Meister Danneck mein erstes Paar „richtiger“ Mittelalterschuhe mein Eigen nennen.
Unbedingt erwähnen muss man auch die tolle Burganlage. In der dazugehörigen Kapelle konnten wir Harfenklängen und Gesang lauschen, die einem die Gänsehaut über den Rücken laufen ließ.
Leider war das Wetter alles andere als toll, denn kräftige Regenschauer und knalliger Sonnenschein wechselten sich munter ab. Jedoch tat das insgesamt der Laune keinen Abbruch, denn die Veranstaltung wiegte das wieder auf.
Wir waren alle so begeistert, dass wir auch am nächsten Tag noch mal auf den Herzberg fuhren und uns jeder noch mal eine Nase voll Marktluft holten, bi s es schließlich Zeit war, die Heimreise anzutreten.
Burg Herzberg ist mein Favorit für dieses Jahr und ich hoffe, dass ich das auch im nächsten Jahr wieder sagen kann.

Liebe Grüße


Ilsabe

 

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